Mittwoch, 7. Januar 2009

männer und krankheiten...

ich bin leidend. sehr leidend. und ich bin nicht schuld! hat mir meine lebensabschnittskatze doch glatt ihren schnupfen vererbt und während die schon wieder vollkommen gesundet ihre revierrundgänge absolviert werde ich vom weißen feind [anmerkung der redaktion: der tierärztin] malträtiert. infusion, flüssigantibiotikum [noch das geringste übel, schmeckt nach vanille], augentropfen und...BLASENKATHEDER [mannomann, das war echt eine prüfung]!!! ...und offenbar hat in diesem haushalt noch niemand bemerkt - ich. bin. total. arm.!!! doch all meinen versuche, dies auch entsprechend zu demonstrieren scheitern kläglich! von der katze ernte ich nur angewiderte blicke und meine - zugegebenermaßen gefakte - appetitlosigkeit wird auch bloß mit unnötigen kommentaren quittiert ["na kugelfisch, wirst uns schon nicht vom fleisch fallen", oder "wennst nicht krank wärst, wärst sowieso demnächst auf diät"]. lang halt ich das nicht mehr durch. seit wochen schlepp ich mich schon betont schwächlich durchs haus, mal stumm, mal leise seufzend, habe den leidenden augenaufschlag perfektioniert und schlafe ausschließlich in tote-katze-position. dazwischen truthahne ich stundenlang [der truthahn: von katzen eingenommene, hockende position, dient zum ausdruck des unmuts oder unwohlseins] an den für mama ungünstigsten stellen oder einfach mit dem gesicht zur wand und warte, dass mein erbärmlicher zustand die entsprechende aufmerksamkeit erhält. aber der plan geht nicht und nicht auf. kein mitleid, keine außerordentlichen zugeständnisse angesichts meines dramas. sogar das kabelfernsehen hat man mir gekündigt. und der liebe baum mitsamt der ganzen schoki drauf ist auch seit gestern weg. schad. der war nämlich der einzige, der sich wirklich bemüht hat, mir das leben in dieser schweren zeit etwas zu versüßen...

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